Am Mittwoch erlebte Schlagerstar Michael Wendler einen absoluten PR-Gau, als RTL einen Rechtsstreit um ein Fancafè auf Mallorca ausstrahlte. In der Sendung wurde der Sänger als mieser Abzocker dargestellt und musste sich am Ende geschlagen geben. Das Gericht entschied gegen ihn. Wie sein Management bereits mitteilte, wurde in der Sendung nicht alles erzählt. Die Handlung wurde offenbar teilweise aus dem Zusammenhang gerissen.
Heute Morgen teilte sein Team per Facebook mit, dass sie gegen das Urteil bereits Berufung eingelegt haben: "Nachdem einige Boulevardmedien nun bereits zum zweiten Mal tendenziös, einseitig und unzutreffend berichten, drängt sich der Eindruck auf, dass das Ansehen des erfolgreichen Künstlers Michael Wendler bewusst beschädigt werden soll. Wir stellen deshalb klar, dass wir das Urteil des Landgerichts Duisburg für falsch halten. Wir haben namens unserer Mandantschaft bereits Berufung beim Oberlandesgericht Düsseldorf eingelegt. Wir sind zuversichtlich, dass das Berufungsgericht den wirklichen Sachverhalt unvoreingenommen und rechtlich zutreffend beurteilen wird."
Was war passiert:
Sylvia Simbeck und ihre Tochter Nadine hatten einen Lebenstraum: Die beiden Schlager-Fans wollten ein "Michael Wendler-Fancafé" auf Mallorca eröffnen! Für die Umsetzung waren die beiden Frauen, bereit, ihre erfolgreich laufende Reinigungsfirma in Chemnitz zu verkaufen und mit Sack und Pack nach Mallorca zu ziehen.
Das ehrgeizige Mutter-Tochter-Gespann nahm allen Mut zusammen und kontaktierte Michael Wendler und sein Management. Der selbsternannte "König des Popschlagers" zeigte sich hocherfreut vom wohlausgeklügelten Konzept der beiden Damen und schloss mit ihnen einen Vorvertrag. Damit verbunden: Eine Vorauszahlung in Höhe von 100.000 Euro, zahlbar in drei Raten. Doch nachdem die Mega-Fans die erste Rate in bar bezahlt hatten, stellte sich heraus, dass sie ihr Café nur dann eröffnen können, wenn der Name "Michael Wendler" dort auf keinem Merchandising-Artikel und noch nicht einmal im Namenszug des Cafés auftaucht. Damit war das Fancafé noch vor dem Start zum Scheitern verurteilt.
Michael Wendlers Argument: Er besäße die Nutzungsrechte an seinem Namen für Merchandising-Artikel nicht - und das wäre auch nie Vorvertragsgegenstand gewesen. Daraufhin forderten die beiden enttäuschten Damen ihr Geld zurück - doch statt dieses zu bekommen, verlangen Michael Wendler und seine Frau die gesamten 100.000 Euro! Für Christopher Posch ein echtes Unding. Er reicht im Namen seiner Mandantinnen Klage ein..
Foto: RTL