Berlin ist bekannt für seine Vielfalt und Abwechslung. Anfang September soll nun ein neues Restaurant eröffnen, das mit der Geschmacksrichtung "Menschenfleisch" wirbt. Geplant sind Speisen nach der Wari-Tradition. Die Wari, ein Volk aus dem Brasilianischen Urwald ist besonders durch seine kannibalische Tradition bekannt.

Gleich auf der Startseite heißt es:

Unüblich für ein Restaurant sind die zahlreichen Kontaktmöglichkeiten per E-Mail. Werden die Mails danach vielleicht verwendet, um sich über die Anfragen lustig zu machen? Öffnungszeiten gibt es bisher ebenfalls nicht, eine Location auch nicht. Entlarvend ist das Forumular, mit welchem potentielle "Anwärter", die sich für die Warì-Kultur interessieren, bewerben können. Oder sollten wir Spender sagen? Eine Reihe detaillierter Fragen, wie wir sie eher vom Blut- oder Spermaspenden kennen, werden abgeklapert: Sportgewohnheiten, BMI und Medikamenteneinahme werden ebenso abgefragt wie Drogen- oder Zigarettenkonsum. Auch eine Schwangerschaft scheint von Interesse zu sein.

Uns erinnert die Geschmacklosigkeit der Seite sehr stark an Seiten wie den sogenannten "BSE-Blocker", mit welchem der Schüler Martin Piske für deutschlandweite Berichterstattungen sorgte, indem der ein Medikament für Menschen mit BSE vorstellte. Unter dem Deckmantel der Kunst lässt es sich mit Hilfe kleiner perverser Geschmacklosigkeiten hervorragend auf pubertärem Niveau im mittellosen Künstlerfreundeskreis ablästern.